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Girokonto für Arbeitslose – meistens ein Guthabenkonto

Heutzutage benötigt im Prinzip jeder Bundesbürger spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem eine Ausbildung begonnen, ein Studium aufgenommen wird oder man als Berufsanfänger ins Berufsleben startet, ein Girokonto. Trotzdem haben erst seit dem sogenannten Konto für jedermann, welches das Recht auf ein Girokonto für jeden EU-Bürger beinhaltet, tatsächlich alle volljährigen Verbraucher in Deutschland die Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen. Zuvor waren es beispielsweise Asylsuchende, Hartz IV Empfänger oder auch Arbeitslose, die nicht immer ein Girokonto erhalten haben. Es existiert zwar kein spezielles Girokonto für Arbeitslose, aber dennoch handelt es sich dabei häufiger um ein Zahlungsverkehrskonto, bei dem es einige Einschränkungen gibt. Wir möchten daher im folgenden Beitrag näher auf das Girokonto für Arbeitslose eingehen, welche Leistungen dies beinhaltet und ob es Unterschiede bezüglich der Konditionen zu gewöhnlichen Girokonten gibt, bei denen der Inhaber beispielsweise abhängig beschäftigt ist.

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Zahlreiche Sonderformen des Girokontos

Das Girokonto ist zwar einerseits ein Standardprodukt, wird auf der anderen Seite von zahlreichen Banken allerdings in verschiedenen Varianten angeboten. So kennen wir beispielsweise zum einen Privatgirokonten und zum anderen das Geschäftsgirokonto, das von Unternehmen, Freiberuflern oder Selbstständigen genutzt wird. Darüber hinaus gibt es verschiedene Bezeichnungen für unterschiedliche Varianten des Girokontos, die vor allen Dingen auf die entsprechende Kundengruppe ausgerichtet sind. So bieten nicht wenige Kreditinstitute beispielsweise die folgenden Girokonten an:

Im Grunde handelt es sich bei all diesen Varianten weiterhin um das Standardprodukt Girokonto, lediglich mit dem Unterschied, dass das Konto für bestimmte Personengruppen gedacht ist bzw. auf besondere Verhältnisse zugeschnitten ist. Was dies bedeutet, wird sich im nächsten Abschnitt anhand des Girokontos für Arbeitslose zeigen.

Welche Leistungen beinhaltet das Girokonto für Arbeitslose?

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich beim Girokonto für Arbeitslose im eigentlichen Sinne nicht um ein spezielles Bankprodukt, sondern das jeweilige Kreditinstitut nimmt oftmals Einschränkungen bezüglich der Leistungen des Kontos vor. Die meisten Leistungen und Funktionen, die ein klassisches Girokonto beinhaltet, können allerdings auch beim Girokonto für Arbeitslose meistens ohne Einschränkung genutzt werden. So kann der Kontoinhaber beim Girokonto für Arbeitslose unter anderem in aller Regel die folgenden Leistungen nutzen:

  • Überweisungen tätigen
  • Daueraufträge einrichten und ausführen lassen
  • Online-Banking
  • Kundenkarte zum Girokonto erhalten

Wie Sie an dieser Auflistung vielleicht schon bemerkt haben, fehlen zwei typische Leistungen, die häufig mit einem Girokonto verbunden sind. Zum einen handelt es sich dabei um den Dispositionskredit bzw. Kontokorrentkredit und zum anderen um die Kreditkarte. Diese zwei Leistungen fehlen häufig bei einem Girokonto für Arbeitslose, was vor allem daran liegt, dass die kontoführende Bank die Bonität des Kunden aufgrund seiner fehlenden erwerbsmäßigen Tätigkeit nicht für ausreichend hält, um eine Kreditlinie einzuräumen oder eine Kreditkarte mit Kreditlimit auszugeben. Wozu diese Einschränkungen in der Praxis führen können, können Sie im folgenden Abschnitt lesen.

Girokonto für Arbeitslose ist oftmals ein Guthabenkonto

Die Bonität des Kunden spielt natürlich auch bei der Einrichtung und Führung eines Girokontos für die Banken keine geringe Rolle. Insbesondere dann, wenn es um die Einräumung eines Kreditlimits geht, muss die Bonität stimmen. Die Kreditinstitute machen sich insbesondere anhand der Schufa-Auskunft und Einkommensnachweise ein Bild darüber, ob die Kreditwürdigkeit des Kunden ausreichend ist. Einen negativen Aspekt gibt es bei arbeitslosen Kunden, nämlich dass aktuell keine berufliche Tätigkeit ausgeführt wird und somit bestenfalls das Arbeitslosengeld I auf das Konto gebucht wird.

Aus diesem Grund führen zahlreiche Banken ein Girokonto für Arbeitslose als sogenanntes Guthabenkonto. Dies bedeutet zunächst einmal, dass keine Kontoüberziehung zugelassen wird und dementsprechend keine Einräumung eines Dispositionskredites erfolgt. Bestand auf dem Girokonto bisher bereits ein Kontokorrentkredit, weil der Kunde zuvor noch berufstätig war, wird diese Kreditlinie in aller Regel ausgesteuert und ein eventuell vorhandener Sollsaldo muss entweder auf einen Schlag oder nach und nach vom Kunden ausgeglichen werden.

Eine zweite Folge, die ebenfalls mit der Arbeitslosigkeit des Kunden verbunden sein kann, besteht darin, dass das Girokonto für Arbeitslose in aller Regel nicht mit der Ausgabe einer echten Kreditkarte verbunden ist. Allenfalls eine Prepaid-Kreditkarte können die Kunden erhalten, da es mit dieser Kreditkarte nicht möglich ist, einen Kreditrahmen zu nutzen. Stattdessen kann mit der Prepaid-Kreditkarte ausschließlich verfügt werden, falls ausreichendes Guthaben auf dem Kreditkartenkonto bzw. dem Girokonto vorhanden ist. Insofern sind es im Grunde vor allem diese zwei Einschränkungen, nämlich fehlender Dispositionskredit und fehlende echte Kreditkarte, die das spezielle Girokonto für Arbeitslose kennzeichnen.

Fazit zum Girokonto für Arbeitslose

Das Girokonto für Arbeitslose ist kein spezielles Bankprodukt, unterscheidet sich allerdings in aller Regel vom Standardgirokonto der Kreditinstitute dadurch, dass es bezüglich der Leistungen Einschränkungen beinhaltet. Der Kunde kann zwar meistens in vollem Umfang am Zahlungsverkehr teilnehmen, also Überweisungen tätigen, Online-Banking nutzen und mittels der Bankkarte am Geldautomaten Bargeld verfügen, jedoch ist ein Girokonto für Arbeitslose selten mit einem Dispositionskredit ausgestattet. Zudem wird meistens keine echte Kreditkarte ausgegeben, sondern stattdessen eine Prepaid-Kreditkarte. Demzufolge wird das Girokonto für Arbeitslose meistens als Guthabenkonto geführt, sodass keine Kontoüberziehung stattfinden kann. Diese Modalitäten ändern sich allerdings meist, falls der ehemals arbeitslose Kontoinhaber wieder einer geregelten Beschäftigung nachgeht.